Therapie Histaminunverträglichkeit - HistaminintoleranzDie Diagnose der Histaminunverträglichkeit ist gar nicht so einfach, die Therapie – zumindest in der Theorie – dagegen schon.

Die beste Therapie ist nämlich, so einfach es klingt, die eigene Ernährung zu ändern!
Diese muss zwingend auf histaminarme Lebensmittel umgestellt werden, ansonsten wird man wenig bis keine Verbesserung spüren. Es besteht die Möglichkeit, die Therapie bzw. die Ernährungsumstellung mit Medikamenten zu begleiten. Eine rein medikamentöse Behandlung ist in den seltensten Fällen erfolgreich. Natürlich hilft es auch, diese Umstellung in einer möglichst stressfreien Zeit vorzunehmen.

Nachfolgend finden Sie ein Vorgehen bei der Therapie, um das Gleichgewicht im Körper wieder herzustellen und beschwerdefrei zu sein. Meistens müssen nicht alle Schritte befolgt werden, sondern es reichen einzelne Punkte, oft sogar nur die Umstellung der Ernährung. Da aber jeder Körper mit der Histaminunverträglichkeit anders umgeht, findet Ihr hier einen umfangreichen Plan zur erfolgreichen Therapie.

In Einzelfällen muss die Therapie ein wenig angepasst werden, hierzu halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt. Die Rücksprache mit dem Arzt wird generell empfohlen!

Ursprung der Histaminunverträglichkeit finden

Sie müssen zu Beginn in Erfahrung bringen, woher die Reaktion Ihres Körpers kommt. Also heißt es, die Quelle zu finden und das Histamin zu identifizieren. In der Regel kommen diese von der Ernährung.

Auch Medikamente, Allergien und natürlich Stress können für die Histaminintoleranz verantwortlich sein und sind deshalb ebenso Bestandteil der Therapie.

Ursprung finden – Ernährung
Zu Beginn der Therapie müssen Sie in Erfahrung bringen, ob die Ernährung der Grund für Ihre Probleme ist. Hierzu empfehlen wir die Eliminationsdiät – den Test auf Histaminunverträglichkeit.

Dies ist der wichtigste Punkt bei der Therapie, um in Erfahrung zu bringen, worauf Sie wie stark reagieren. Deshalb ist es ratsam, ein Ernährungs-Tagebuch zu führen und alle Nahrungsmittel aufzuschreiben, die Sie zu sich nehmen.

Ursprung finden – Medikamente
Viele Medikamente setzen körpereigenes Histamin frei und/oder hemmen den Abbau. Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt, in wie weit diese Einfluss auf Ihren Histaminhaushalt haben und erfragen mögliche Alternativen.

Sofern Sie Medikamente nehmen, dokumentieren Sie dies bitte auch in dem Ernährungs-Tagebuch.

Ursprung finden – Allergien
Bei Allergenkontakt (Kontakt mit Stoffen, auf die man allergisch ist) wird Histamin freigesetzt, weswegen man versuchen sollte, Kontakt mit genau diesen Stoffen zu vermieden. Es gibt natürlich Allergien wo dies schlicht nicht möglich ist, versuchen Sie es einfach so gut es geht.

Histaminabbau beschleunigen

Wenn der Magen-Darm-Trakt die Ursache der Histaminunverträglichkeit ist, dann produziert diese in der Regel keine Diaminoxidase (DAO – Enzym, dass Histamin abbaut). Um die Produktion wieder anzuregen, muss die Darmschleimhaut wiederhergestellt werden.

Es gibt entsprechende Präparate, wodurch man dem Körper Diaminoxidase zuführen kann (z.B. DAOSiN), damit Histamin zeitnah abgebaut wird. Hierfür ist allerdings wichtig, dass Sie während der Therapie so weit wie möglich auf Alkohol verzichten, da dieser die Diaminoxidase blockieren kann.

Im wesentlichen benötigt das DAO Vitamin B6, um Histamine und andere biogene Amine abzubauen, die Zufuhr von Vitamin B6 hilft also bei der Therapie.

Mit Vitamin C kann man den Abbau weiter beschleunigen. Achten Sie aber darauf, wie Sie dieses zu sich nehmen. Versuchen Sie es z.B. über Säfte, so prüfen Sie direkt, welche es sind. Trinken Sie etwa Zitronensaft, werden Sie einen gegenteiligen Effekt spüren, da Zitronen die Histaminausschüttung ankurbelt.

Freisetzung eindämmen

Eine weitere Möglichkeit während Therapie ist, mit Medikamenten diese Ausschüttung zu regulieren. Dies kann durch die Zunahme von Mastzellstabilisatoren erreicht werden, die die Ausschüttung eindämmen.
Diese Möglichkeit der Therapie wird dann genutzt, wenn die Ausschüttung des körpereigenen Histamin durch die umgestellte Ernährung nicht genügend eingedämmt werden kann.

Rauchen

Wenn Sie Raucher sind, dann haben Sie einen weiteren Übeltäter gefunden, der für die Histaminausschüttung verantwortlich ist – Der Tabakrauch. Daher empfiehlt es sich, mit dem Rauchen aufzuhören, um den Erfolg der Therapie nicht zu gefährden. Vermeiden Sie das Rauchen ganz oder zumindest so weit es geht.

Wirkung von Histamin blockieren

Wenn der Histaminspiegel trotz allem noch nicht tief genug ist bzw. nicht tief genug gehalten werden kann, kann man versuchen, die Histaminrezeptoren durch Antihistaminika zu blockieren. Dann ist es zwar noch im Körper und wird nach wie vor nicht abgebaut, allerdings können die Symptome dann nicht mehr ausgelöst werden.

Symptome bekämpfen

Dieser Punkt der Therapie sollte nur angegangen werden, wenn alles andere bisher nicht geholfen hat. Bei der Bekämpfung von Symptomen, wird die eigentliche Ursache nie angegangen. Haben Sie Kopfschmerzen, nehmen Sie Kopfschmerztabletten. Läuft die Nase, nehmen Sie Nasenspray. Kann man natürlich tun und verspricht in dem Moment der Beschwerde auch Linderung, hilft nur langfristig überhaupt nicht. Hier finden Sie die Übersicht der Histaminunverträglichkeit Symptome.

Therapie Fazit

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Therapie bei einer Histaminintoleranz. An dieser Stelle weisen wir Sie gerne noch mal auf die Eliminationsdiät hin, mit der Sie Schritt für Schritt die Ernährung umstellen und versuchen, den „Übeltäter“ ausfindig zu machen. Erfahrungsgemäß hilft dies am besten und vor allem langfristig und nachhaltig!

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