Schwangerschaft und Histaminunverträglichkeit

Histaminunverträglichkeit in der SchwangerschaftDer positive Schwangerschaftstest an sich ist ja meist schon ein Grund zur Freude. Doch es gibt noch einen weiteren, denn während einer Schwangerschaft nehmen die Symptome der Histaminunverträglichkeit meistens deutlich ab. Der Hauptgrund für die Beschwerden einer Histaminunverträglichkeit ist ja bekannt das Enzym Diaminoxidase (DAO), welches nicht ausreichend vorhanden ist und so das Histamin nicht ausreichend abbauen kann. Während einer Schwangerschaft produziert der Körper etwa 300-500 (!) mal so viel Diaminoxidase wie üblich. Dadurch fällt der Histaminspiegel im Blut deutlich ab und die Beschwerden verschwinden oder nehmen zumindest sehr stark ab. Dies geschieht meist ab dem dritten Monat der Schwangerschaft.

Warum so viel Diaminoxidase während der Schwangerschaft

Bei der übermäßigen Produktion von DAO handelt es sich um eine schützende Reaktion unseres Körpers. Schwangere Frauen reagieren sehr sensibel auf das Histamin, welches zur Kontraktion des Uterus führen und damit einen ungewollten Schwangerschaftsabbruch herbeiführen kann. Damit genau dies nicht geschieht, produziert der weibliche Körper während der Schwangerschaft sehr viel DAO. Das ist bei jeder Frau so und hat nichts mit der Histaminunverträglichkeit zu tun, also muss man sich diesbzgl. nicht unnötig verrückt machen.

Der angenehme Effekt durch die DAO Produktion: Während der Schwangerschaft können viele Frauen, die unter einer Histaminunverträglichkeit leiden, nach Herzenslust zugreifen und auch histaminhaltige Lebensmittel zu sich nehmen. Rotweine & Co. sind natürlich nach wie vor strengstens untersagt. Aber eine schöne Tafel Schokolade oder leckere Erdbeeren (während der Schwangerschaft ja gerne auch mal gleichzeitig) sind bei den meisten schwangeren Frauen kein Problem. Sie sollten sich nur nicht zu sehr daran gewöhnen.

Nach der Schwangerschaft

Nach der Schwangerschaft nimmt die übermäßige Produktion von DAO in der Regel nämlich zeitnah wieder ab, so dass die Symptome der Histaminintoleranz sehr schnell nach der Geburt wieder auftreten können – und meistens auch werden.

In einzelnen Fällen berichten Frauen, dass die Symptome nach der Schwangerschaft dauerhaft weggeblieben und nicht wiedergekommen sind. Hierbei handelt es sich aber offensichtlich um Einzelfälle, da es keinen medizinischen Nachweis darüber gibt, dass die Histaminintoleranz nach der Schwangerschaft nicht wiederkehrt.

Wenn es bei Ihnen aber so ist, dann genießen Sie es einfach!

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2 Kommentare

  1. Leider trifft das nicht immer zu. Aus eigener Erfahrung weiß ich es heute….
    Sollten frühe Kontraktionen ( zu Beginn der Schwangerschaft, also die ersten Monate, auftreten, die sich nicht erklären lassen, wäre es ratsam mit dem Arzt/Ärztin einmal über eine Antihistaminika Behandlung zu sprechen….

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