Histaminallergie oder Histaminunverträglichkeit?

Eine Histaminallergie im klassischen Sinne einer Allergie gibt es nicht, meist ist es viel mehr die Unverträglichkeit auf Histamin. Doch trotzdem wird immer wieder der Begriff der Histaminallergie verwendet.
Eine Allergie per Definition ist allerdings, wenn Sie auf aufgenommene Stoffe reagieren. Dies ist bei Histamin nicht der Fall. Sie reagieren nicht „allergisch“ auf diese Stoffe, sondern Ihr Darm ist durch ein fehlendes Enzym nicht in der Lage, das Histamin abzubauen. Dadurch steigt der Histaminspiegel und es treten entsprechende Symptome auf, wodurch Betroffene schnell an eine Allergie – hier also eine Histaminallergie – denken.

Oft ist es nicht klar identifizierbar, wodurch die einzelnen Beschwerden hervorgerufen werden. Wenn mehrere Beschwerden zusammenkommen und Sie die Vermutung haben, unter der Histaminallergie / Histaminunverträglichkeit zu leiden, empfiehlt sich die Eliminationsdiät.

Histaminunverträglichkeit Therapie

In dieser Eliminationsdiät geht es darum, einige Wochen auf histaminhaltige Lebensmittel zu verzichten. Danach werden langsam einzelne Lebensmittel wieder dazu genommen um die Reaktion herauszubekommen. Reagieren Sie bei einem Lebensmittel wieder mit Beschwerden, haben Sie eventuell den Übeltäter für Ihre „Histaminallergie“ gefunden.

Das Umstellen der eigenen Ernährung ist mit Abstand die beste Therapie der Histaminunverträglichkeit. Darüber hinaus besteht zum Beispiel die Möglichkeit, den Histaminabbau zu beschleunigen oder die Histaminfreisetzung einzudämmen. Beides sollte nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt erfolgen.
Meist ist dies auch gar nicht notwendig, da die Umstellung der Ernährung auf histaminarme Lebensmittel den größten Effekt hat und den meisten Betroffenen ausreichend hilft.

Wie entsteht eine Histaminunverträglichkeit?

Es gibt verschiedene Gründe für eine Histaminallergie / Histaminunverträglichkeit.

Hormonelle Gründe
Etwa 80% aller Betroffenen Menschen sind Weiblich, so dass ein Zusammenhang mit den weiblichen Geschlechtshormonen nahe liegt und als sehr wahrscheinlich gilt.

Umwelt
Neben körperlichen Ursachen gelten vor allem die Umwelteinflüsse wie Stress, Tabakrauch, Luftverschmutzung, Duftstoffe und Umweltgifte als ungünstig für den Histaminstoffwechsel.

Medikamente
Bestimmte Medikamente hemmen das histaminabbauende Enzym DAO (Diaminoxidase). Wenn Sie regelmäßig Medikamente nehmen, halten Sie bitte Rücksprache mit Ihrem Arzt und erfragen alternative Medikamente.

Ihre Erfahrungen mit der „Histaminallergie“

Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Histaminunverträglichkeit? Mit welchen Maßnahmen haben Sie Ihre Symptome in den Griff bekommen? Haben Sie weitere Tipps, die wir aufnehmen sollten?

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1 Kommentar

  1. Hallo und vielen Dank für den interessanten Artikel. Hat schon einmal jemand Erfahrungen zur Allergielöschung sammeln können? Ich denke bei einer Histaminunvertraeglichkeit ist das vielleicht ein tolle Sache.

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